Der Klarinettist Simon Reitmaier

© Reitmaier

Musik­woche „Fantasia“

01.08.2026 bis 15.08.2026

Fantasien in der Faust­stadt Ja, die Staufener Musik­woche 2026 will Sie mit Fantasien „von Ort zu Orte“ locken: in Säle und in Kirchen, natürlich auch auf die Burg. Lock­mittel sind aber nicht nur die von Goethe benannten Bilder und Worte, sondern die über­ra­schend-fantas­ti­schen Klänge, vokal wie instru­mental, solis­tisch und im Ensemble. In einem Konzert sind sogar fünf verschie­dene Tasten­in­stru­mente auf der Bühne zu erleben, damit die Fantasie freien Lauf hat.

Seit etwa fünf Jahr­hun­derten sind viele Kompo­nisten, Inter­pre­tinnen und Inter­preten Fans von Fantasien! Von J. S. Bach bis Astor Piazzolla, von Henry Purcell bis Knut Nystedt. Ihre Fantasien verdanken sich der Freiheit, die Goethe „hundert­fältig frei“ nennt und die keines­wegs beliebig ist. Sie setzt sich vielmehr kreativ ihre eigene Regel, um sie sowohl einzu­halten als auch zu durch­bre­chen. Oft spielt das impro­vi­sa­to­ri­sche Moment mit, wenn Musik im „Stile fanta­stico“ erklingt und wenn die Inter­preten den Notentext, der auf ihren Pulten liegt, so fanta­sie­voll ausge­stalten, dass sie den Eindruck erwecken, als spielten sie „aus dem Stegreife daher“, so der spät­ba­rocke Musik­theo­re­tiker Johann Mattheson.

Bei der Staufener Musik­woche 2026 wirken „Fantasie und Fanta­sieren“ wie ein Band, das viele Werke und verschie­dene Beset­zungen zu einem klin­genden Blumen­strauß zusam­men­bindet. Wir lesen im Buch der Natur und in der Bibel, wir hören Helles und Dunkles, Virtuoses und Drama­ti­sches, Medi­ta­tives und Eksta­ti­sches, wenn die Fantasie „das Gebiet der Regeln“ hinter sich lässt, um zu gefallen und in Verwun­de­rung zu versetzen, ja das Publikum in den Himmel und in die Hölle zu entführen. So hat der Roman­tiker Schubart umrissen, was uns im Programm 2026 bevor­steht; aber keine Sorge, hoch­ka­rä­tige Musi­ke­rinnen und Musiker begleiten Sie!

Für alle, die singen und spielen, gilt, was im frühen 18. Jahr­hun­dert den Orga­nisten ins Stammbuch geschrieben wurde: „Wer ein Organist will heißen, muss sich der Fantasie befleißen.“ Also widmen wir uns auch den Fantasien auf Klavier und Violine, mit solis­ti­schen Liedern und exqui­siter Chormusik, die bei der Musik­woche schon immer einen Stamm­platz hat. Und am Ende könnte der Funke der Fantasie ja sogar auf die Hörenden über­springen und zu einem fanta­sie­vollen Hören inspi­rieren. Mehr als einmal dürfen Sie nach dem Hörgenuss mit dem Bach-Biografen Forkel, der hier Bachs „Chro­ma­ti­sche Fantasie“ meinte, ausrufen: „Diese Fantasie ist einzig!“ Auf viele Begeg­nungen vom 8. bis 16. August 2026 freuen sich schon jetzt die Musi­ke­rinnen und Musiker und das Team der Staufener Musik­woche 2026!

Festi­val­ka­lender

Ein Kannengirl

Der Aufstand der Dinge – jedes Ding hat einen Klang

Organist am Orgeltisch

Orgel­fan­ta­sien

Orgel­musik zur Marktzeit

Der Moderator

Auf einen Kaffee mit…

Prof. Dr. Meinrad Walter über das Festival-Thema FANTASIA

Enemblebild

Fantasia upon One Note

Capella de la Torre

Zusammentreffen bei der Musikwoche

Kurse der Musik­woche

Chor­singen
Gamben­consort
Histo­ri­sche Blas­in­stru­mente
Bildende Kunst

Die Musiker von Il Rosario

Stylus Fanta­sticus

Il Rosario

Singen auf der Burg

Offenes Singen auf der Staufener Burg

Sängern und Pianist

Lied­fan­ta­sien

Daniel Johannsen. Andreas Fröschl. Simon Reitmaier

Kirchenkonzert

Kurz­kon­zert des Kammer­chores

Harfinistin und Blockflötist

Sound Stories und Fantasien

Stefan Temmingh & Margret Köll

Vokalensemble

Mythen und Fantasien

Vokal­ensemble Sjaella

Organistin an Orgel

Orgel­fan­ta­sien

Orgel­musik zur Marktzeit

Kirchenkonzert

Kurz­kon­zert des Kammer­chores

in St. Martin

der Pianist im Portrait

Klavier­fan­ta­sien durch die Jahr­hun­derte

Alexander Melnikov

Der Geiger Gringolts

Geigen­fan­ta­sien

Ilya Gringolts & Anton Gerzen­berg

Wort und Bilder, Bild und Worte
Locken euch von Ort zu Orte,
Und die liebe Fantasei
Fühlt sich hundert­fältig frei.

32

Künst­le­rinnen und Künstler aus vielen Teilen Europas treten in der Musik­woche auf.

60

Kurs­teil­neh­mende von nah und fern nehmen an den vier Kursen der Musik­woche teil.